Schamanismus - oder was sonst?

Schamanismus oder was sonst?

Fragen – Antworten – Geschichten

 

Schamanismus ist die Basis vom Allem. Alles ist mit Allem über die Liebe verbunden. Mit Schamanismus spüren wir diesen Verbindungen nach und geben ihnen die Möglichkeit in unserem Leben und unserer Welt zu wirken.

 

Diese Sätze sind Worte mit eigener Bedeutung für jeden, der sie aufnimmt. Jedes Leben hat eigene Strukturen und braucht andere kreative Möglichkeiten. Es gibt so viele Welten wie Leben. Hier stocken wir schon, denn wie sollen wir uns über die Bedeutung von Stärke, Kraft, Angst oder Liebe für jeden Einzelnen verständigen? Worte trennen, Gefühle verbinden.

 

Schamanismus ist ein freier, natürlicher, spiritueller Lebensweg. Die Gefühle tragen uns durch das Leben, die Worte sind allein ein menschliches Hilfsmittel. Wir werden gemeinsam fühlen und wir werden gemeinsam reden. Und wir werden den Unterschied erfahren.

 

Den Schamanismus erklären bedeutet Worte aus der Distanz verwenden. Ich habe die Distanz nicht und kann mit Worten allein meine Geschichten erzählen, die allenfalls die Weltbilder der anderen aus meiner Sicht der Welt zeigen. Mein Weltbild hat eine schamanische Basis, auf der Menschen in bewusster und lebendiger Verbindung mit anderen Menschen und Vorfahren, der Mutter Erde, den Pflanzen und den Tieren leben.

 

Aus dieser persönlichen Verbindung zu der Welt entspringen Möglichkeiten des Gestaltens des Lebens und der Welt, die ich gern mit Anderen teile. Schamanismus ist für mich das Teilen von Stärke. Ich praktiziere das in der alltäglichen Wirklichkeit und hole über den Anschluss an die spirituelle Welt alle Informationen, Ratschläge, Weisheiten und Kräfte, die ich für die jeweilige Aufgabe brauche. Für die Umsetzung dieser Hilfen in die alltägliche Welt brauche ich das Vertrauen in die Geborgenheit der Natur.

 

Ich vertraue den Spirits mehr als mir selbst.

 

Die schamanischen oder spirituellen Reisen sind ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit. Sie tragen in spirituelle Welten, die frei sind von den Strukturen der menschlichen Kulturen, den Einschränkungen der Körperlichkeit und den vermeintlich logischen Ursachen und Wirkungen der materiellen Umwelt.

 

Schamanische Arbeit hat eine altruistische Seite, ist auf die Synergie ausgerichtet und lernt von der Natur. Die Natur teilt ihre Stärke, schützt und gewährt Hilfe. In der Natur wird nichts gezählt, gewogen, gewertet oder verurteilt. Allen Wesen genügt eine Nachricht, die über die Gefühle geteilt und vermittelt wird: Hier sind Deine Möglichkeiten, nutze sie.

 

Aus diesem Naturerleben leiten sich einige Fähigkeiten oder Berufungen ab:

 

  • Die Balance des eigenen Körpers und der Seele
  • Die Kenntnis eigener Stärken und Schwächen
  • Heilung und Hilfe für Andere
  • Heilsames Zusammenleben in der Gemeinschaft
  • Beratungen in Lebensfragen
  • Weitergabe schamanischer Werte
  • Vertrauen in die Natur und ihre Stärke

 

Schamaninnen und Schamanen beraten sich mit Mutter Erde, Pflanzen und anderen Wesen. Sie finden Anschluss an die Weisheit der Welt. Im Dienst für andere Menschen sind sie ein Medium, das die Möglichkeiten erreicht und durchleitet. Schamanismus ist ein Lebensinhalt.

 

Es gibt einige Fertigkeiten in der schamanischen Welt, die sich lernen lassen wie Fahrradfahren. Mit diesem Fahrrad kann sich jeder auf den Weg durch die emotionale Landschaft machen, die er nur allein für sich selbst erkennen und erkunden kann.

 

Schamanismus kann sehr viele unterschiedliche Ausprägungen haben, die mit dem Umfeld oder der Tradition entstehen und sich zu der darin anerkannten Struktur und praktischen Arbeit entwickeln. Ich enthalte mich jeder Wertung dazu und werde in weiteren Sitzungen und Texten die Varianten offen besprechen, die zu meinem Bild und meinem Leben passen. Ich habe in einem für mich schwierigen Umfeld das schamanische Fahrradfahren gelernt und den besten Lehrer in meiner Welt gehabt. Er hat mir gezeigt, wie die emotionale Landschaft erkannt wird, was die Natur uns zu geben hat, wie wir nach Hilfe und neuen Möglichkeiten suchen. Wichtige Erkenntnisse und Leitlinien habe ich von den Spirits selbst bekommen, die mir mit Antworten geholfen haben, zu denen ich keine Fragen hatte. Sie zeigen mir geduldig meinen Weg und leiten mich darauf.

 

Meine Lebensfragen wurden mit der Trommel, der Rassel, dem Vertrauen in die Natur, der Geduld der Spirits und der Liebe, der Freude am Leben, der Neugier und der Selbstkenntnis beantwortet. Ich bin sehr aufmerksam geworden und nehme die Signale des Lebens und der Seele ernst. Jeder bekommt sie, jeder kann sie erkennen, jeder hat Möglichkeiten sich mit der Natur zu verbinden und seine Seele zu befragen. Ich richte mein Leben danach aus und akzeptiere, dass Fragen lediglich die ersten Begleiter auf dem spirituellen Weg sind. Fragen haben schon den Umweg über unseren Verstand genommen und sich dem Willen ausgesetzt. Die Antworten der Spirits fallen in die Gefühle, noch bevor sie gedacht werden.

 

Die Gefühle verbinden uns mit allen Wesen und der Natur. Der Verstand birgt immer die Gefahr, dem Willen das Wort zu reden. Am Ende bekommen wir aber nicht was wir wollen, sondern was wir brauchen.