Das Prinzip des Lebens

Das Prinzip des Lebens

 

Das Prinzip "Struktur aus Chaos" oder "Leben aus Möglichkeiten" oder "Form wird zu Struktur (Schrödinger - Leben hält die Form, aber verändert die Struktur, Nicht-Leben hält die Struktur, aber gibt die Form auf)"[1] gilt als die Grundlage unserer Welt. Es gilt über das Leben hinaus. Das vergangene Leben ist nach dem Ende nur die Struktur, die ihre Form verliert. So ist sie der Nährboden für das neue Leben. In diesem Zustand ist sie die reine Endlichkeit. Und als Endlichkeit dient sie dem nachfolgenden Leben. Die Endlichkeit ist die Nahrung der Unendlichkeit.

Im wörtlichen Sinne ernährt sich das Leben von dem vorherigen Leben. Ein Objekt das vorher nicht gelebt hat, gibt keine Nahrung ab für den Fortbestand des Lebens. Hierbei verstehen wir das Leben im weiteren Sinne als die Flora und Fauna der Erde. Ich empfinde es an deEin Blick aus dem All auf die Erdem Punkt als besonders schwierig zwischen dem vorherigen Leben und der unbelebten Materie zu unterscheiden und doch ist es an dieser Stelle besonders wichtig. Kohle entstand weit zurückliegend aus Pflanzen, die von den damaligen Tieren gefressen wurden, nur eben nicht die Pflanzen, die versunken und verkohlt sind. Die daraus entstandene Kohle dient jetzt nicht mehr als Nahrung für das Leben, obwohl es einmal Leben war. Anders ist es bei dem Gras oder den Bäumen, Büschen und Kräutern und bei anderen Lebewesen, die heute sehr wohl als Nahrung herhalten.

Die Frage: „Was ist Nahrung?" ist also nur abgeleitet von der Frage: „Was ist Leben?" Und wir sind wieder bei der Eingangsfrage, die Schrödinger gestellt hat und mit den Mitteln und Erkenntnissen der Physik beantworten wollte.[2] Erwartungsgemäß kommt in seinem Büchlein der Begriff der Seele nicht vor und er nimmt keinen Bezug auf den spirituellen Hintergrund des Lebens. So kommt er mit physikalischen Grundlagen und Randbedingungen nur bis zu der phänomenologischen Stufe der Beobachtung aktueller Zustände: „Ist die Struktur veränderlich oder die Form?"

Das reicht aber nicht aus, die Frage zu beantworten, was einmal Leben war? Kohle, Torf und Humus waren Leben. Mineralsteine, Meteoriten, Granit, Basalt oder Sedimentgesteine    waren kein Leben. Von keiner Steinart, ob ehemals Leben oder nicht, kann sich ein Lebewesen ernähren. Die Klassifizierung Schrödingers reicht nur in die kurze Vergangenheit für unsere Frage: „Was ist Nahrung?". Die Antwort dazu ist: „Was vorher Leben war und noch nicht zur Struktur geworden ist, kann Nahrung für das Leben sein." Dazu gehören Lebewesen, die Flora und natürlich das Wasser als Träger und Bindemittel und Grundlage allen Lebens.

Das Leben ernährt sich vom Leben.



[1] Schrödinger hat es mit den Worten der Thermodynamik formuliert und dem Leben die Möglichkeit zugeschrieben, der naturgegebenen Auflösung in Unordnung zu entgehen, indem aus der Umgebung beständig Ordnung (negative Entropie) zugeführt wird. Der Metabolismus braucht diese Ordnung, um den Zerfall in maximale Entropie aufzuhalten. Der Zerfall sei der natürliche Vorgang von Ordnung zu Unordnung.

[2] Zitat aus Schrödinger suchen

 


Drei Delphine
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