Weg in die Gesundheit

Weg in die Gesundheit

Auf diesem Weg folge ich dem Ziel, den/die Brauchende/n in die Zone der Gesundheit zurückzuführen. Dort hat die Krankheit keinen Boden und keinen Halt sich im Körper, in der Person des Menschen festzusetzen und auszuharren. Fast alle Wesen (inklusive der Menschen) kommen in der Zone der Gesundheit auf die Welt. In jedem Fall ist das Soolago die Zone der Gesundheit, als Ursprung oder erste Instanz.

Aus dieser Zone kommen die neuen Möglichkeiten, die dem Körper neue Wege eröffnen, wo die alten ausgetreten sind. In der endlichen Ordnung schafft die Kreativität aus dem Soolago neue Potenziale, sie zeigt neue Varianten für ein Leben in der Zone der Gesundheit auf. In allen Fällen hat das Leben eine große oder kleine Wende genommen, das Denken ist freier und offener für Neues, das Vertrauen in die neuen Möglichkeiten und in die eigenen Fähigkeiten steigt.

In der Zone der Gesundheit gibt es keine Angst, die neue Entwicklungen stoppt oder neue Freiheiten beschneidet. Wenn die Möglichkeiten aus dem Soolago dazu kommen, erhöhen sich die Freiheitsgrade, der Bewacher hat keine Macht mehr.

Der Weg in die Gesundheit ist aber auch von Barrieren und Schmerzen beeinträchtigt. Das Leben fängt bei jedem selbst an. Jede Entscheidung gegen die eigene Natur und die eigenen Stärken, das eigene Gefühl und die eigenen Möglichkeiten hinterlässt Spuren in der Psyche und im Selbstwertgefühl. Der Mensch muss sich selbst erkennen und selbst lieben, wie er ist. Das hilft die gebotenen Potenziale zu nutzen und neue Probleme zu vermeiden. Entscheidungen und Aktionen, Erlebnisse und externe Einflüsse strukturieren das endliche Leben.

Ist diese Struktur von ungesunden Einflüssen - also solchen, die nicht zu den persönlichen Potenzialen passen - geprägt, so verfestigt sich in der persönlichen Struktur eine kranke Teilmenge, auf der keine gesunde Weiterentwicklung aufgebaut werden kann.[1] Der eigene Wille kaschiert diesen kranken Kern und die Gesellschaft hilft dabei. Solange der Mensch in den Augen der Anderen funktionsfähig ist, wird er mit externen Mitteln gesund gehalten. Er selbst braucht nichts dazu zu tun, die Seele hat sich rauszuhalten, die Maschine Mensch wird repariert.

Der Mensch wird mit diesem kranken Kern seinen Erwartungen und denen seiner Umwelt nicht mehr gerecht. Wenn er sich selbst nicht mehr liebt, kann er dieser Abwertung nichts entgegen setzen. Er ist erfolglos, weil er sich den Bewertungen Anderer aussetzt. Er ist funktionsunfähig und die plausible Erklärung seiner Ratio (seines Bewachers) ist, dass er nach den strukturierten Regeln einer allgemein anerkannten Norm krank ist. Tatsächlich ist er aber nur im falschen Spiel.[2] Und in diesem Spiel funktioniert er nicht. Damit ist ein erster Schritt in die Heilung, das Spiel zu beenden.

Mit einem weiteren Schritt erkennt man an, dass die Funktionsunfähigkeit nicht vom Willen herbeigeführt wurde und somit von der Ratio durch einfache Entscheidung nicht beseitigt oder wegdefiniert werden kann. Die Funktionsunfähigkeit rührt aus dem kranken Knoten in der Psyche, der solange drückt, bis er wahrgenommen wird. An dieser Stelle in der Abfolge der Ereignisse eines Lebens hat der Körper den Freiraum der Gesundheit verlassen. Beim Verlassen gibt er Signale die oft als Symptome einer Krankheit bezeichnet werden. Die Signale weisen auf das Verlassen des Freiraums hin und nicht auf die körperliche Ursache. Sie sind deshalb vor dem Hintergrund der persönlichen Geschichte zu interpretieren.[3] Der Körper signalisiert seelische Erschöpfung. Die Seele kann sich nicht mehr an die Rahmenbedingungen des Spiels anpassen, die Ratio gibt unmögliche Ziele vor, der Wille gibt die Vermeidung von Angst ins Spiel und entzieht die Liebe.

Werden seine vielfältigen Signale ignoriert, so gibt die Seele den Körper auf. Alle Gefühle und auch das schlechte Gefühl sind unendlich, sie sind dem endlichen Körper übergeordnet und bestimmen über das Schicksal des Körpers. Die Bestimmung des Körpers ist es Humus für neues Leben zu werden.[4] Diese Bestimmung kann sich jederzeit erfüllen lassen, dazu braucht die Seele nicht unglücklich in einer erledigten Materie auszuharren.

Ein grundlegender Schritt in die Gesundheit ist es, den kranken Knoten in der Psyche aufzulösen. Das klingt unmöglich, ist das Ereignis oder die Entscheidung doch in der Vergangenheit gewesen und schon lange verkapselt. Wie soll man die Vergangenheit ändern? Man antwortet der Psyche praktisch mit eigenen Mitteln. Tatsächlich ist ja nicht das Ereignis in der Psyche verkapselt, sondern die Erinnerung daran und die Konsequenzen, die sich um diese Erinnerung geklebt haben. Mit den schamanischen Praktiken, die oben besprochen wurden, reist man in die noch weiter zurückliegende Region zurück, die noch von keinem negativen Ereignis oder von keiner negativen Erfahrung überschattet wurden. In dieser gesunden Region nimmt man den Gang des Lebens wieder auf und trägt den/die Brauchende/n um das Trauma herum. Man erzeugt sozusagen eine Blaupause des Lebens in Gesundheit.

Die Bestimmung des endlichen Menschen ist es, glücklich zu sein. Das gibt es im Tausch für die nicht sehr motivierende Aufgabe, Humus zu werden. Der nächste Schritt in die Gesundheit ist also die Suche nach dem Glück. Die schamanische Arbeit hilft bei der Suche nach der eigenen Zufriedenheit und der Glückseligkeit. Aus den unendlichen Potenzialen kann ein neues Spiel gestartet werden, in das man sich mit allen seinen Vorteilen einbringen kann. Ein Spiel, in dem man glücklich ist und die Seele motiviert ist, den Körper im Spiel und am Leben zu halten.

Die Seele steuert den Körper. An der Schnittstelle von immateriellen Schwingungen, Gedanken oder Gefühlen zu Hormonen, Neuropeptiden oder Genen fehlt uns jegliche wissenschaftliche Information. Viele Untersuchungen belegen aber, dass sich Gefühle irgendwie materialisieren. Der Träger der Glücksinformation von der Seele zum Körper ist die Liebe. Die Liebe ist der Funke, der uns aus dem Soolago geholt hat, der uns durch den Mutterleib begleitet hat und mit dem wir geboren sind. Die Liebe hält alles zusammen und die Liebe begleitet jeden Schritt auf dem Weg in die Gesundheit.

Wenn der Mensch sich liebt, sich vertraut und seine eigenen Werte in seinem eigenen Spiel zum Maßstab nimmt, wird er nicht funktionsunfähig. Der Weg in die Gesundheit führt über die Bestimmung der Seele glücklich zu sein. Eine Krankheit auf einer unglücklichen Seele zu bekämpfen, lädt nur weitere Krankheiten ein, sich auf dem vorbereiteten Körper einzunisten. Man erreicht Gesundheit nicht, indem man Krankheit bekämpft, sondern indem man den wartenden Krankheiten keinen Zugang und keine Bleibe verschafft.

Mit beständiger schamanischer Arbeit wird eine Region nach der anderen immunisiert. Wo sich keine Krankheit mehr festsetzen kann, hat die unendliche Liebe Gesundheit als Standard vorgesehen.

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[1] Siehe zur Illustration der Aussage das Bild der Welt.

[2] Siehe zu finiten und infiniten Spielen den Text: Schamanische Sicht der Welt (evtl. reduzieren oder überarbeiten) oder in Natürliche und Menschliche Ordnung übernehmen.

[3] Die konventionelle Medizin betrachtet nicht die persönlichen Umstände, sondern objektiviert Ursachen und Wirkungen. Das hat seine Wurzeln in der naturwissenschaftlichen Basis. Der Mensch ist Beobachter der Natur und nicht gleichzeitig Teil des Systems. Wenn sich viele Forscher über die Ursachen und Wirkungen einige sind, dann ist die Erkenntnis objektiv richtig. Also nimmt man immer solche abgesicherten Erklärungen daher, die subjektiven Randbedingungen stören da nur.

[4] Siehe Text: Das Lebensprinzip